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Rundfahrt mit dem Wohnwagen Adria Adora 512 UP

05.03.2019
Rundfahrt mit dem Wohnwagen Adria Adora 512 UP

Niederlande-Deutschland-Italien-Slowenien-Österreich-Deutschland-Niederlande

Wir sind Mark und Gerdineke aus den Niederlanden. Nachdem wir schon viele Reisearten ausprobiert hatten (mit dem Flugzeug zu All-Inclusive-Resorts, von Hotel zu Hotel mit dem Auto und Reisen mit einem Wohnmobil) überlegten wir, dass es nun mal an der Zeit sei, eine Reise mit dem Wohnwagen auszuprobieren.

Jeder schöne Urlaub beginnt mit einer guten Vorbereitung. Mark hatte unsere Tour schon mehr oder weniger geplant und die ersten paar Nächte auf Campingplätzen reserviert. In der Zwischenzeit sammelte ich unsere Sachen, die unbedingt mitkommen mussten: Geschirr, Campingstühle, Grill, Toilettenartikel, Kleidung usw. Der Wohnwagen Modell ADORA hat wirklich viele Schränke und Ablageflächen, sodass ich alles einpacken konnte, was ich wollte. Als ich alles verstaut hatte, war immer noch Platz in den Staufächern!

Unser erstes Ziel war der Campingplatz Wolfsmühle in Deutschland. Nach einer angenehmen Fahrt von ca. 4 Stunden kamen wir gegen 21.00 Uhr an. Ein wunderschöner Ort, der direkt an der Lahn, einem Nebenfluss des Rheins liegt - dort bekamen wir einen traumhaften Stellplatz am Flussufer. Wir schliefen herrlich bequem und ungestört im „französischen" Bett.

Am nächsten Morgen setzten wir unsere Reise zum Lago Maggiore fort. Nach 11 Stunden Fahrt erreichten wir mit insgesamt 4 Pausen den Campingplatz Rose in Dormelleto. Ein kleiner freundlicher Campingplatz mit sehr nettem Personal. Unser Platz war neben anderen Leuten aus Holland, die uns freundlicherweise bei der Platzierung des Wohnwagens halfen. Als wir die Markise aufstellten, begann es heftig zu regnen. Also entschlossen wir uns, zu meinen Eltern zu fahren. Sie waren so überrascht, als wir unerwartet "vorbeikamen" und wir genossen alle einen sehr schönen Abend zusammen.

Als wir am nächsten Morgen aufwachten, lächelte uns die Sonne ins Gesicht – wir atmeten einmal richtig durch. Markise, Tisch, Stühle und Geschirr waren schon bereit fürs Frühstück im Freien! Gebackene Eier, frisch gepresster Orangensaft, ein paar Brötchen aus dem Elektroofen ... unübertrefflich! Gemeinsam fuhren nach Stresa, um auf dem lokalen Markt zu flanieren, Kaffee zu trinken und das schöne Wetter zu genießen. Von diesem Campingplatz aus haben wir die Fähre nach Verbania genommen. Wir schlenderten durch Mailand und bestaunten die Schaufenster von Luis Vuitton, Prada, Gucci und Ralph Lauren.

An unserem letzten Tag probierten wir einige Wassersportarten aus, besuchten den Markt in Arona, genossen ein tolles Abendessen im Dorf und wurden mit einem fantastischen Feuerwerk verwöhnt. Der perfekte Abschluss unserer Tage in Dormeletto.

Unser nächstes Ziel war Venedig. Bevor wir losfuhren, erledigte Mark den "Fahrzeugcheck" (Reinigung der Toilette, Aufrollen des elektrischen Kabels, Platzieren von Stühlen und Tisch unter dem Bett, Reinigen des Teppichs, Schließen der Markise). Ich war für Innen zuständig: Reinigung, alle Gegenstände verstauen, Schränke verriegeln usw. Alles war in kürzester Zeit erledigt, somit waren wir abfahrbereit und diesmal waren es ja nur 300 km bis zum Campingplatz Fusina, der auf dem Festland von Venedig liegt.

Auf diesem Campingplatz kann man sich den Stellplatz selbst aussuchen. Wir bevorzugten während des italienischen Sommers natürlich einen Schattenplatz und wurden unter ein paar Bäumen fündig. Wir stellten den Wohnwagen ab, holten Zeitschriften heraus und entspannten dann den ganzen Nachmittag.

Am nächsten Morgen fuhren wir um 10 Uhr mit dem sogenannten Vaporetto (dem Wassertaxi) nach Venedig. Die Ablegestelle war nur 100 m vom Campingplatz entfernt, sehr praktisch. WOW, Venedig! All die kleinen Brücken, die Gondeln, die vielen Menschen, nette kleine Läden, wir staunten über diese Eindrücke.

Wir fuhren mit dem Wassertaxi zurück zum Campingplatz und ich begann zu kochen – etwas Reis mit Gemüse, leicht und nahrhaft. Wieder wurde mir klar, wie praktisch dieser Wohnwagen ist. Alles ist in unmittelbarer Nähe. Kühlschrank mit Gefrierfach, der Herd mit integriertem Spülbecken und auch für unsere Vorräte hatten wir genug Platz. Es fehlte nur die Spülmaschine, aber ich hatte ja Mark 😊.

Am nächsten Tag fuhren wir mit dem Wassertaxi zum Strand von Alberoni. Ein schöner erholsamer Tag mit viel Sonne am Strand. Am späten Nachmittag fuhren wir wieder nach Venedig, um den San Marco Platz mit dem Dogenpalast und der San Marco Kathedrale zu besuchen. Wir sahen viele kleine Läden mit stolzen Preisen z. B. ein Cappuccino auf der Terrasse € 18, -. Nein danke. Stattdessen beobachteten wir die Menschenmenge, die auf eine Gondel am Bacino Orseolo wartete und die Straßen und Brücken, die von Leuten überfüllt waren. Danach brauchten unsere Füße eine Pause und unsere Mägen etwas zu essen. Also entschieden wir uns zum Abendessen. Venedig ist absolut wunderbar. Wir erlebten zwei fantastische Tage. Nun war es Zeit, Richtung Slowenien aufzubrechen.

Wir kamen am Samstagnachmittag auf dem Campingplatz Sobec an und waren von seiner Größe und Schönheit begeistert. Dort fanden wir auch gleich den perfekten Platz für den Wohnwagen und unser Auto.

Als erstes besuchten wir den See BLED und genossen das klare Wasser und die Aussicht. Wir konnten beeindruckende Fotos schießen.

Um mehr Ruhe zu finden, entschieden wir uns, in die Vitgar-Schlucht zu gehen. Auf den hölzernen Wegen und Brücken entlang des Wassers zu spazieren ist wirklich entspannend. Das Wasser ist so klar, dass man die Fische genau sehen kann. Es fühlte sich großartig an, in der Natur zu sein – genau um dieses Gefühl geht es ja beim Campingurlaub. Der Natur nahe sein und neue Erinnerungen schaffen. Radovljica war unser nächstes Ziel. Eine schöne Stadt mit Museen und Restaurants. Wir besuchten Gostilna Lectar, ein Restaurant mit einem Plus; Hier machen sie noch immer die traditionellen Lebkuchen, die sie von Hand verzieren. Ein wahrer Vorgeschmack der slowenischen Kultur, wenn ihr uns fragt! Nach dem Mittagessen (es war wirklich etwas Besonderes) gingen wir zurück zum Campingplatz, wo wir die Nachmittagsruhe genossen. Wir kochten im Freien und erfreuten uns am schönen Sommerabend.


Ein Fixpunkt einer Slowenien-Reise ist die berühmte "Drachenbrücke" in Ljubljana, eine der charmantesten Hauptstädte Europas. Diese besuchten wir als wir zum großen Kulinairk-Markt wollten. Leider waren viele Stände unbesetzt, so dass wir die einzigartige Atmosphäre nicht wirklich erleben konnten. Nachdem wir durch das autofreie Stadtzentrum gingen, wollten wir noch zu den Naturschätzen Sloweniens fahren. Also setzten wir uns ins Auto und fuhren nach Bohinj. Tolle Aussicht, kühles kristallklares Wasser… absolut herrlich.

Unser Aufenthalt in Slowenien, der Heimat unseres Wohnwagens, endete, als wir alles gepackt hatten, um nach Österreich zu fahren. Nächster Halt: Campingplatz Hubebauer. Den Wohnwagen abzustellen, um dann mit dem eigenen Auto in eine Stadt oder zu einer Sehenswürdigkeit zu fahren, gab uns ein echtes Gefühl von Freiheit. Anders als beim Reisen mit dem Wohnmobil. Salzburg, Mozart´s Geburtsstadt, stand als nächstes auf unserer Liste.

Wir hätten noch so viele Dinge machen können, doch wir hatten einfach zu wenig Zeit. Die Heimreise rückte immer näher. Wir beschlossen, am nächsten Tag zeitig abzureisen und nach Deutschland zu fahren, um vor dem starken Wochenendverkehr am Samstag wieder zu Hause zu sein. Ziel dieser Fahrt war der Campingplatz Heidewald. Wieder durften wir unseren Stellplatz selbst aussuchen (etwas, das bei dieser Reise oft der Fall war, aber wir uns nicht wirklich erwartet hatten. Warum nicht? Das wissen wir auch nicht wirklich. Aber es gab uns ein Gefühl der Freiheit, dies tun zu können.) Der Campingplatz sah sehr sauber und gepflegt aus. Die anderen Camper waren überaus freundlich. Es stimmt wirklich, dass man beim Campen jeden Tag neue Freunde findet.

Sassenberg und die Stadt Warendorf waren in der Nähe. Wir verbrachten dort einige Stunden, doch die Ruhe des Campingplatzes war uns lieber. Am letzten Abend unseres Wohnwagen-Urlaubs verweilten wir mit einem Glas Wein unter der Markise und ließen die Erlebnisse der letzten zwei Wochen Revue passieren.

Unser Wohnwagen-Abenteuer endete, als wir zurück in unsere Wohnstraße fuhren. Wir haben diesen Urlaub sehr genossen. Wir haben neue Eindrücke gesammelt, lustige Dinge erlebt, hatten liebevolle Momente, fanden neue Freunde und waren viel in der Natur. Für uns ist das Reisen mit einem Wohnwagen absolut TOP! Wir träumen schon jetzt von unserer nächsten Reise.

Mark und Gerdineke Nijkamp


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