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Bereit für die neue Campingsaison!

Die Winterpause Ihres Wohnmobils oder Wohnwagens ist vorbei und Sie möchten wieder loslegen. Aber was genau muss getan werden, um startklar zu sein? Damit Sie den Überblick behalten, erklären wir Ihnen die einzelnen Punkte der Frühjahrsinspektion im Detail. Nehmen Sie sich Zeit und lesen Sie alles gründlich durch. Was am Anfang wie eine lange Liste aussieht, wird bald zur vertrauten Routine – und Sie können eine wunderbare Campingsaison mit all den damit verbundenen Freiheiten genießen. Los geht’s:

TÜV, Gasprüfung, Wartung

Prüfen Sie die Papiere, ob eine allgemeine Inspektion oder eine Gasprüfung fällig ist. Diese sind unerlässlich, damit das Fahrzeug im Straßenverkehr bewegt werden darf und die Sicherheit des Fahrzeugs oder Wohnwagens auf der Straße und auf dem Campingplatz gewährleistet ist. Dabei wird die Technik gründlich überprüft, der Gesamtzustand kontrolliert und die Gasanlage fachgerecht geprüft.

Überprüfen Sie außerdem das Serviceheft, um festzustellen, wann für das Basisfahrzeug Ihres Wohnmobils oder Wohnwagens eine Wartungsinspektion fällig ist oder wann Flüssigkeiten und Verschleißteile zuletzt gewechselt wurden. Es ist ratsam, einen Termin bei einer Fachwerkstatt zu vereinbaren, um Öl oder Filter wechseln zu lassen, die Bremsflüssigkeit zu erneuern oder den Zahnriemen auszutauschen.

Auch wenn kein Inspektions- oder Gasprüfungstermin ansteht: Sollten bei Ihrer eigenen Kontrolle Zweifel an der Sicherheit des Fahrzeugs oder der Ausstattung aufkommen, ist ein außerplanmäßiger Werkstatttermin sinnvoll, um Ihre Sicherheit zu gewährleisten.

Technikcheck

Am besten führen Sie diese Punkte der Checkliste noch vor der ersten Fahrt direkt im Winterquartier durch, damit die Überführung des Fahrzeugs vom Stellplatz nach Hause reibungslos verläuft.

Bei Wohnmobilen und Wohnwagen beginnt die Überprüfung mit dem Ölstand, der Bremsflüssigkeit, dem Kühlmittel, der Scheibenwaschflüssigkeit sowie den Scheibenwischern. Füllen Sie bei Bedarf die entsprechenden Flüssigkeiten nach oder vereinbaren Sie – falls erforderlich – einen Servicetermin in einer autorisierten Fachwerkstatt.

Bei Wohnwagen sollten außerdem die Bremsanlage, die Anti-Schlingerkupplung, die Auflaufbremse, das Abreißseil sowie das Fahrgestell auf Verschleiß, Materialschäden, Funktion und Sicherheit überprüft werden.

Starterbatterien und eventuell vorhandene Zusatzbatterien im Wohnmobil oder Wohnwagen – sofern sie während der Winterpause abgeklemmt oder ausgebaut wurden – müssen nun wieder eingebaut und angeschlossen werden. Überprüfen Sie die Batteriespannung und laden Sie die Batterie bei Bedarf auf; das kann auch bereits vor dem Einbau erfolgen. Gleiches gilt für Wohnwagen- oder Mover-Batterien, sofern vorhanden.

Anschließend können Sie alle angeschlossenen 12-Volt-Geräte kurz auf ihre Funktion prüfen: Innenbeleuchtung, Steckdosen, Wasserpumpe, Wasserhähne im Bad und in der Küche sowie den Kühlschrank. Auch die Solaranlage und – beim Wohnwagen – der Mover sollten, sofern vorhanden, überprüft werden.

Zudem muss die sicherheitsrelevante Außenbeleuchtung kontrolliert werden: Funktionieren beim Wohnmobil Tagfahrlicht, Abblendlicht, Fernlicht, Standlicht sowie die Nebelscheinwerfer? Und bei allen Freizeitfahrzeugen zusätzlich Rückleuchten, Bremsleuchten, Nebelschlussleuchte und Warnblinker?

Mechanische Teile sollten ebenfalls auf Funktion und Beweglichkeit überprüft werden. Lassen sich einzelne Komponenten nur schwer bewegen oder klemmen sogar, sollten sie von einer Fachwerkstatt geschmiert und wieder funktionsfähig gemacht werden.

Reifen

Überprüfen Sie vor der ersten Fahrt den Reifendruck und passen Sie ihn an die vom Hersteller empfohlenen Werte an. Kontrollieren Sie den Reifendruck nach einiger Zeit erneut, um sicherzustellen, dass die Reifen keine Luft verlieren.

Anschließend sollten Sie Profiltiefe, Herstellungsdatum, Lauffläche sowie den allgemeinen Zustand der Reifen prüfen. Die Profiltiefe sollte mindestens 4 mm betragen. Experten empfehlen, Reifen spätestens nach fünf Jahren auszutauschen. Zudem sollte das Gummi keine Risse aufweisen und nicht porös sein.

Wurde das Freizeitfahrzeug während der Winterpause regelmäßig leicht bewegt oder auf Reifenschonern abgestellt, sind Standplatten eher unwahrscheinlich – dennoch sollten Sie die Reifen sorgfältig kontrollieren. Vergessen Sie auch nicht, das Alter und den Zustand eines eventuell vorhandenen Ersatzrads zu überprüfen.

Zusätzlich wichtig: Ziehen Sie alle Radmuttern mit einem Drehmomentschlüssel nach.

Dichtungen überprüfen

Für diesen Schritt sollten Sie sich ausreichend Zeit nehmen. Kontrollieren Sie gründlich die Dichtungen an Fenstern, Türen, Dachluken, Garagen- und Serviceklappen sowie an Lüftungs- und Entlüftungssystemen. Beschädigungen sollten umgehend behoben werden.

Diese Kontrolle sollte unbedingt vor der Außenreinigung erfolgen, um zu vermeiden, dass durch undichte Stellen Wasser eindringt. Die Pflege der Dichtungen erfolgt erst im Anschluss an die Reinigung.

Falls für Garantieansprüche ein Dichtigkeitsnachweis erforderlich ist, empfiehlt es sich, die entsprechende Prüfung zu Beginn der Saison durchführen zu lassen. So können Sie unbesorgt in die Campingsaison starten. Vereinbaren Sie den Termin bei einem autorisierten Fachhändler am besten frühzeitig, um Wartezeiten zu vermeiden.

Außenreinigung

Als nächster Schritt steht die Außenreinigung an. Auch wenn das Fahrzeug vor der Winterpause gründlich gereinigt wurde und geschützt stand, haben sich in der Zwischenzeit Staub und Schmutz abgesetzt.

Wohnwagen, Wohnmobile und Campervans können hierfür an ausgewiesenen Waschplätzen, beispielsweise an Tankstellen oder in Waschanlagen, gereinigt werden. Vorsicht bei Hochdruckreinigern: Wenn sich der Druck nicht regulieren lässt, sollten diese nicht verwendet werden, da sonst Dichtungen, Lüftungssysteme oder Acrylfenster beschädigt werden können.

Überprüfen Sie das Fahrzeug zunächst rundum auf Lackschäden oder andere Beschädigungen. Liegen keine größeren Schäden vor, können Sie das Fahrzeug von Hand reinigen: zunächst abspülen, anschließend mit geeigneten Reinigungsmitteln einschäumen, wieder abspülen und bei Bedarf polieren. Achten Sie darauf, nur Reinigungsmittel zu verwenden, die für die jeweiligen Materialien geeignet sind.

Besondere Vorsicht gilt bei Acrylfenstern: Diese sollten ausschließlich mit speziellen Reinigern und weichen Mikrofasertüchern gereinigt werden, um Kratzer zu vermeiden. Für das Dach empfiehlt sich die Verwendung einer stabilen Leiter und einer Teleskopstange. Vergessen Sie außerdem nicht, Felgen, Radkästen und Unterboden zu prüfen, zu reinigen und zu pflegen.

Von Lkw-Waschanlagen ist abzuraten, da dort häufig aggressive Reinigungsmittel und harte Bürsten verwendet werden, die für Freizeitfahrzeuge ungeeignet sind. Alternativ können Sie Ihr Fahrzeug zu einer spezialisierten Waschstraße für Wohnmobile und Wohnwagen oder zu einem Aufbereitungsdienst bringen, der die Reinigung professionell per Hand durchführt und auf Wunsch auch eine Versiegelung anbietet.

Nach der Außenreinigung empfiehlt es sich, die Dichtungen an Türen, Fenstern und Dachluken mit einem geeigneten Pflegemittel zu behandeln.

Innenreinigung

Die Innenreinigung ist natürlich ebenso wichtig. Da sie jedoch nichts mit der Fahrtüchtigkeit zu tun hat, kann sie nach dem Technikcheck und der Außenreinigung erfolgen. Außerdem haben Sie sich nach der Außenreinigung erst einmal eine Kaffeepause verdient, bevor es im Innenraum weitergeht.

Der erste Schritt: Kontrolle auf ungebetene Gäste. Sehen Sie gründlich – am besten mit einer Taschenlampe – in alle Räume, Schränke, Ecken und Staufächer. Achten Sie auf Kratzspuren oder andere Hinweise. Wenn Polster oder Textilien während der Winterpause im Fahrzeug geblieben sind, sollten Sie diese von allen Seiten prüfen, um sicherzustellen, dass sich keine Nagetiere oder anderes Ungeziefer eingenistet haben.

Anschließend folgt die gründliche Reinigung des Innenraums: saugen, auswischen, reinigen. Verwenden Sie Wasser nur sparsam, um Feuchtigkeit im Innenraum zu vermeiden, und öffnen Sie Fenster sowie Türen zum Lüften. Verzichten Sie auf aggressive Reinigungsmittel oder harte Bürsten, um Oberflächen, Böden und Wandverkleidungen zu schonen. Denken Sie auch an die Stauräume: In Bodenfächern, unter Sitzbänken oder in der Heckgarage sammelt sich häufig Staub und Schmutz. Lassen Sie alle Staufächer und Schränke bei geöffneten Türen gut trocknen.

Polster und Matratzen sollten gründlich gelüftet werden, abnehmbare Bezüge und Vorhänge können gewaschen werden.

Überprüfen Sie zudem, ob alle Schlösser, Schließzylinder und Scharniere einwandfrei funktionieren. Bei Bedarf können diese mit einem harz- und säurefreien Spezialöl behandelt werden. Lassen sich alle Rollos, Verdunkelungen, Klappen und Schalter problemlos bedienen?

Reinigen Sie Kühlschrank, Kochfeld und gegebenenfalls vorhandene Backöfen mit geeigneten Reinigungsmitteln für den Lebensmittelbereich. Testen Sie die Geräte im Gasbetrieb, nachdem die Gasanlage überprüft wurde. Falls vorhanden, prüfen Sie auch die Funktion der Klimaanlage.

Da die Wassertanks vor der Winterpause idealerweise entleert wurden, muss das gesamte Wassersystem nun neu befüllt, mit einem zugelassenen Reinigungsmittel gespült und anschließend gründlich mit klarem Wasser durchgespült werden. Funktioniert der Warmwasserboiler, sofern vorhanden? Der Frischwassertank sollte sauber und keimfrei sein. Überprüfen Sie den gesamten Wasserkreislauf sorgfältig auf Dichtheit und Funktion.

Neben der allgemeinen Kontrolle sollten auch die Dichtungen des Toilettensystems geprüft werden: Sind diese spröde, sollten sie ausgetauscht werden. Eine gründliche Reinigung ist ebenfalls empfehlenswert. Nach der Überprüfung des Wassersystems empfiehlt es sich, den Abwassertank wieder zu entleeren, um unnötiges Gewicht zu vermeiden.

Gasanlage

Fahren Sie anschließend mit der Gasanlage fort: Diese muss vor der Inbetriebnahme auf Funktion und mögliche Mängel überprüft werden. Kontrollieren Sie zunächst den Gasschlauch. Wirkt er porös, sollte er ausgetauscht werden – auch bei kleineren Schäden.

Überprüfen Sie den Druckminderer auf seine Funktion. Es wird empfohlen, Druckminderer, Absperrhähne und Gasschläuche alle 8 bis 10 Jahre zu erneuern.

Wenn die Gasanlage diese erste Sichtprüfung besteht, können die Gasflaschen wieder angeschlossen werden. Anschließend können die vorhandenen Gasverbraucher wie Kochfeld, Heizung und Kühlschrank nacheinander in Betrieb genommen werden. Es kann einen Moment dauern, bis das Gas die Geräte erreicht.

Zusätzlich empfiehlt es sich, die Schläuche mit Lecksuchspray oder Seifenwasser zu überprüfen. Eventuelle Undichtigkeiten werden durch Blasenbildung sichtbar. Achten Sie außerdem darauf, dass sich alle Geräte ordnungsgemäß ausschalten lassen.

Falls Ihr Fahrzeug statt einer Gasheizung über eine Dieselheizung verfügt, lassen Sie diese einige Minuten laufen, um ihre Funktion zu prüfen.

Grundausstattung, Dokumente, Vorschriften

Zum Abschluss lohnt sich ein Blick auf die Camping-Grundausstattung: Verlängerungskabel, Auffahrkeile, Adapter, Wasserschlauch, Vorzelt oder Markise – ist alles vorhanden und in einwandfreiem Zustand? Sind die Stoffe sauber und ausreichend imprägniert oder benötigen sie eine neue Schutzbehandlung? Gab es im letzten Jahr Dinge, die Ihnen gefehlt haben? Dann bietet sich zum Saisonstart ein Besuch im Fachhandel an.

Haben Sie alle wichtigen Dokumente dabei, wie Schutzbrief, Reisepässe und Versicherungskarte? Werden Vignetten oder beispielsweise eine GO-Box benötigt?

Informieren Sie sich außerdem über aktuelle Vorschriften im In- und Ausland. Gibt es neue Kennzeichnungspflichten, wie etwa den „Toter-Winkel“-Aufkleber für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen in Frankreich? Oder haben sich Geschwindigkeitsbegrenzungen geändert? Unwissenheit kann schnell zu unerwarteten Kosten führen.

Zugfahrzeug

Für Wohnwagenbesitzer gibt es einen zusätzlichen wichtigen Punkt: den einwandfreien Zustand des Zugfahrzeugs. Überprüfen Sie die Mechanik und Elektrik der Anhängerkupplung und entfernen Sie Rost oder Schmutz am Kugelkopf.

Auch beim Zugfahrzeug gilt: Kontrollieren Sie den Termin der nächsten Hauptuntersuchung sowie Beleuchtung, Bremsen, Flüssigkeiten und Reifen, um die Sicherheit im Straßenverkehr zu gewährleisten.

Haben Sie noch Fragen zu einzelnen Punkten oder fühlen Sie sich bei manchen Aufgaben unsicher? Dann wenden Sie sich an Ihren Fachhändler – dieser unterstützt Sie gerne als Servicepartner.

Alles erledigt? Dann heißt es: Koffer packen und losfahren! Genießen Sie Freiheit und Abenteuer, entdecken Sie die Welt. Ob für einen kurzen Wochenendtrip oder eine längere Urlaubsreise – wir wünschen Ihnen eine wunderbare Campingsaison mit Ihrem Campervan, Wohnmobil oder Wohnwagen!

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